Torsten Plagenz
schrieb am 24. Juni 2026 um 23.05 Uhr
Lieber Götz,
als ich die Nachricht von Deinem plötzlichen Tod erhalten habe, konnte ich es kaum fassen. Noch wenige Wochen zuvor hast Du in Dietzenbach ein Konzert gegeben und meine Mutter hat Dich dort besucht. Mit Dir geht nicht nur ein großartiger Bassist von internationalem Format in der Tradition von Ray Brown von uns, ich verliere auch einen sehr lieben, langjährigen Freund und Weggefährten. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich Dich, Deinen Bruder Heiko und Deinen Vater damals bei Euch zu Hause besucht habe und wir dort gemeinsam Musik gemacht haben. Viele Jahre später, als ich dann ein eigenes Quartett mit Christoph Neubronner (p) und Gerd Sondermann (dr) gegründet habe, habe ich mich sehr gefreut, dass Du als Bassist mit dabei warst. Es folgten unzählige Auftritte bei Festivals, in Jazzclubs, bei Konzerten, öffentlichen und privaten Anlässen. Weißt Du noch, als uns ein Moderator vom HR – der hier ungenannt bleiben soll – mit den Worten ansagte: „Und jetzt kommt das Torsten Plagenz Quartett mit dem Titel „Sweet Charlie Brown“. Das alles ist nun schon sehr lange her. Mein beruflicher Weg hat mich weg vom Frankfurter Raum über Zürich und Köln bis nach München geführt, sodass wir uns leider immer seltener gesehen haben. Ich bedauere das sehr. Jetzt spielst Du da oben in der großen Big Band mit. Gib denen ordentlich Feuer! Du wirst mir sehr fehlen.
Dein Torsten
Liebe Biggi, liebe Celina, lieber Heiko und Familie,
Mein tief empfundenes Beileid, angesichts des großen Verlusts. Leider konnte ich nicht zur Beisetzung von Götz nach Kalbach kommen. Ich hoffe, Ihr habt Verständnis. In Gedanken bin ich bei Euch und wünsche Euch viel Kraft und Zuversicht. Möge Götz in Frieden ruhen. Ich werde Ihn sehr vermissen und im lieben Andenken behalten.
Euer Torsten